Lesung und Diskussion: Nach der Revolte. Ein Reisebericht zu Überwachung und Widerstand in Hongkong
Hongkong, fünf Jahre nach der Revolte: Eine Buchhändlerin, die nicht mehr weiß, welche Bücher sie noch verkaufen darf. Eine Dozentin, die nicht denunziert werden will. Ein Gesetz, so vage, dass jeder damit gemeint sein könnte, ein intelligenter Laternenpfahl, und ein anarchistisches Café, das den Zuständen trotzt. Ein halbes Jahr verbringt Autorin Penny Prinz in dieser Stadt, in der die nationale Sicherheit die Freiheit ersetzt hat. In ihrem Reisebericht erzählt sie von Überwachung, Repression und Widerstand – und einem Modus digitaler Herrschaft, der nicht nur in Hongkong Gestalt annimmt, sondern durch immer repressivere Polizeigesetze auch in Deutschland und Sachsen.
Penny Prinz forscht und schreibt zu Überwachung und politischem Protest. Sie ist Mitgründerin der Kollektive Skills for Utopia und @all, und schreibt nebenher zu netzpolitischen Entwicklungen - aktuell zu biometrischer Überwachung durch die Polizei (erscheint bei Digitalcourage e.V.). Außerdem engagiert sie sich im Netzwerk Sicherheit ohne Überwachung gegen die von der Bundesregierung geplanten Sicherheitsgesetze und den Ausbau staatlicher Überwachung.